Wer sich bei seinem Bauvorhaben für ein Holzhaus entscheidet ist am Puls der Zeit. Und das nicht nur beim Wohnkomfort: Holz lebt, wächst nach und kehrt ohne Rückstände in den Naturkreislauf zurück. Damit stellt das Bauen mit Holz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar.
Holzbau ist im Trend. Immer mehr Häuselbauer entscheiden sich für ein Eigenheim aus dem „ökologischen“ Baustoff Holz, das zeigt auch die immer größer werdende Anzahl an gebauten Holzobjekten im Land Kärnten. Georg Hubmann und Ing. Fritz Klaura von der Landesinnung der Holzbau-Meister Kärnten wissen ganz genau warum: „Wohnklima und Wohnkomfort in einem Holzhaus sind unvergleichlich. Denn Holz atmet und lebt. Das sorgt für natürliche Wohnatmosphäre.“

Zuhause mit Mehrwert
Das kompetente Duo kennt aber noch viele weiter Gründe, die für das Bauen und Wohnen mit Holz sprechen: „Holz ist vielfältig einsetzbar, gesundheitsfördernd, bietet eine große Gestaltungsbandbreite, viele Möglichkeiten für Eigenleistung und kurze Bauzeiten“. Nach dem Bau ist ein Holzhaus sofort bezugsfertig und benötigt im Gegensatz zu anderen Bauweisen keine Austrocknungszeiten.
 „Nicht zu vergessen“, so Innungsmeister Hubmann, „sind auch die ausgezeichneten Dämmwerte von Holz“. Ein perfekter Temperaturausgleich im Sommer wie auch Winter hält die Heizkosten niedrig und sorgt für ein gesundes und besonders angenehmes Raumklima. „Der Energieverbrauch in einem Niedrigstenergie- oder Passivhaus aus Holz ist hier um 50 Prozent und mehr unter dem Verbrauch eines vergleichbaren Hauses in Nassbauweise“, ergänzt Innungsmeister-Stellvertreter Ing. Klaura.

Unschlagbare Ökobilanz
Außerdem hat das Bauen mit Holz eine unschlagbare Ökobilanz. Georg Hubmann erklärt warum: „Holz bindet den Kohlenstoff während seiner ganzen Nutzungsdauer! Jeder verbaute Kubikmeter Holz speichert den Kohlenstoff von einer Tonne Kohlendioxid! Deswegen ist Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz!“ Und da das Rohmaterial für die Herstellung von den Holzhäusern zum überwiegenden Teil aus heimischen Wäldern stammt, fallen nur kurze Transportwege an. „Der Einsatz von Holz stärk darüber hinaus die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“, fügt Ing. Klaura an.

Fachwerks-, Riegel- und Skelettbauweise
Im Gegensatz zu den Alpenländern, wo man hauptsächlich Blockbauten mit liegenden Hölzern zu Wänden verarbeitet hat,

entwickelte man in den Ebenen Frankreichs und Deutschlands die holzsparendere Riegelbauweise. In Längsrichtung nimmt das Holz 5-mal höhere Druckbelastungen auf als das liegende Holz, quer zur Faser. In Längsrichtung entspricht die Druckbelastung der Fichte, der von Beton.
Von diesen Bauarten abgeleitet, entwickelte sich auch die weitgespannte Skelettbauweise. Die Weiterentwicklung dieser beiden Bauweisen führte schließlich zur heute üblichen Rahmenbauweise, bei der das tragende Gerippe beidseitig mit Holzwerkstoffplatten beplankt wird, welche die Aussteifung der großflächigen, gerade noch transportierbaren Elemente übernehmen. Der "Hohlraum" zwischen den Stäben wird mit Dämmstoff gefüllt. So erreichen diese Wand- und Dachelemente ein Optimum an Wärmedämmung bei geringen Bauteilgewichten.

Holzmassivbauweise oder Brettsperrholz.
In den 1990ern wurde die Idee geboren, gleich dem Sperrholzprinzip, wie auch bei den für die Möbelherstellung verwendeten 3-Schicht Platten, Bretter in kreuzweiser Ausrichtung zu großen Elementen zu verleimen, um daraus ganze Wände, Decken- oder Dachelemente zu fertigen. Die massiven, "scheibenartigen" Holzelemente stellen die tragende Struktur dar. Die Dämmung ist an der Außenseite dieser Elemente angebracht. Die Elementstärken für den Bau von Gebäuden bis zu drei Geschossen bewegen sich um circa 10cm. Beim Bau des HoHo Wien (HolzHochhaus) werden mit diesen Bauteilen 24 Geschosse über eine Höhe von 84m verbaut.

Holzbauforschung setzt neue Maßstäbe
Völlig veraltete Werte für die Wärmedämmberechnung wurden durch ein Forschungsprojekt der Salzburger Holzbau-Meister ins rechte Licht gerückt. Das Forschungsprojekt „HolzAUFbau 2020+“ stellt klar, dass die tatsächlich nachgewiesene Dämmqualität von Holz ganz erheblich über den bisherigen Normwerten liegen. Die Salzburger Landesregierung hat diesen neuen Wert 2016 umgehend im neuen Salzburger Bautechnikgesetz umgesetzt. Damit übernimmt Salzburg im Holzbau nicht nur eine österreichweite, sondern auch eine europaweite Vorreiterstellung. Alter Lambda -Wert 0,135, neuer Lambda -Wert 0,094, im Gesetz mit 0,10 verankert: der Lambda -Wert eines Baustoffes dient als Basis für die Ermittlung des U-Wertes und bestimmt somit die thermischen Eigenschaften von Bauteilen maßgeblich. Je niedriger die Wärmeleitzahl, umso geringer der Wärmedurchgang, umso besser das Dämmverhalten.

Auch in Kärnten sollte der richtige Lambda-Wert in der Baugesetzgebung Berücksichtigung finden, womit sichergestellt wäre, dass auch der geringere Heizwärmebedarf in Holzmassivbauten exakt berechnet werden kann.
Kärntens Holzbau-Meister sind auf den Bau von nachhaltigen Holzhäusern mit niedrigem Energieverbrauch spezialisiert und bieten Rundum-Betreuung. Fragen Sie nach mehr Informationen und Details, wir werden Sie bestens beraten!

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