Spittal an der Drau, 30.5.2018

Die Aufgabenstellung

Zwei verschiedene Aufgaben mit einem kleinen Unterschied im Schwierigkeitsgrad, je nach dem Ausbildungsstand der Lehrlinge, wurden von Holzbaumeister Erich Dullnig zusammengestellt. Zum Zeitpunkt des Wettbewerbs war ein Lehrgang des dritten Ausbildungsjahres gerade abgeschlossen und ein anderer erst am Beginn des dritten Lehrjahres.
Auszuarbeiten war jeweils ein Teil eines Dachstuhls, der zwei ums Eck gehende Dachflächen beinhaltet; man spricht dabei von Haupt- und Walmdachfläche. Im leichteren Beispiel waren die Flächen gleich geneigt, im schwierigeren waren die Dachflächen unterschiedliche geneigt und die Fuß- und Firstpfette lagen nicht direkt unter der Gratlinie.
Der Wettbewerb gilt auch als Ausscheidung zur Entsendung an den Bundeslehrlingswettbewerb, der diesmal schon am 15. und 16. Juni 2018 in Wien ausgetragen wird. Den Betreuern, Holzbaumeisterin Ing. Ulrike Kavalar-Kofler und Holzbaumeister Erich Dullnig bleiben lediglich zwei Wochenenden um mit den drei Erstplatzierten für den Bundesbewerb trainieren zu können. Allemal eine sehr sportliche Aufgabe!

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Die Teilnehmer und die Jury

Die Motivation stimmt!

Die Menschen zieht es weiter Richtung Stadt. Die „Speckgürtel" werden immer üppiger, Grund und Boden in den Städten immer knapper. Zu viel Boden wurde und wird bereits verbraucht und versiegelt. Darum braucht es in den Zentren dringend eine Nachverdichtung. Und genau hier kommt der Holzbau als Lösung ins Spiel.

Holz ist perfekt für den Aus- und Aufbau: Leicht, hoch tragfähig und ressoucenschonend.

Es ist ein offensichtlicher Gegensatz: Zum einen leer stehende Gebäude in den Zentren unserer Dörfer und Städte – und demgegenüber die überwuchernden Randzonen und „Speckgürtel“. Groß ist daher das Wehklagen, dass die Ortszentren ausgedörrt werden. Aber wie kann man dem entgegenwirken? Ganz „einfach“, indem man Familien auch in den Zentren günstigen Wohnraum zur Verfügung stellt. Eine funktionierende Infrastruktur ist dort schon vorhanden und muss nicht erst teuer errichtet werden. Leer stehende Gebäude können zu modernen Wohnungen umfunktioniert werden. Und wenn gewünscht, können die ebenerdigen Räume mit Geschäften, Bars und Lokalen attraktiver gemacht werden. Dann stehen immer noch zahlreiche leere Dachböden zum Ausbau zur Verfügung. Und falls auch die Dachräume nicht ausreichen sollten, können die Gebäude auch aufgestockt werden.

Genau hier kommt der Baustoff Holz ins Spiel: Denn viele Häuser sind schon älter und nicht für weitere Bauteillasten konstruiert. Holz ist ein leichter und dennoch hoch tragfähiger Baustoff.

Mit außerordentlich guter Wärmedämmung ausgestattete Rahmenelemente in Holz haben nur ein Zehntel des Gewichtes der Massivbauweise und können so konstruiert werden, dass die Lasten der zusätzlichen Geschoße an jenen Stellen abgeleitet werden, wo der Bestand es zulässt und entsprechend tragfähig ist.

Autos können am Dach parken. Warum sollten dort nicht auch Menschen wohnen können?

Planer von Einkaufszentren haben erkannt, dass es günstiger ist die Autos am Dach zu parken als teure Parkflächen unter den Gebäuden zu errichten. Neue Lebensräume für Menschen sollten da ja wohl einen mindestens ebenso großen Stellenwert in der Planung einnehmen können wie für unsere fahrbaren Untersätze. Viele Hallen, Einkaufszentren oder Bürogebäude, sind so gebaut, dass leichte Holztragwerke ohne weiteres aufgesetzt werden können. Holzbauarchitekten, Ingenieure und Holzbaumeister entwickeln dafür individuelle Lösungen, die den Bestand und die dort vorzufindende Infrastruktur nutzen, und auf diesem Wege sehr günstige Wohn-, Büro- und auch Produktionsflächen zu besten Bedingungen schaffen können.

Holz tut uns Menschen gut! Aus langer Tradition.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass man in Räumen aus massiven Holzteilen gesünder lebt. Holz absorbiert schädliche Strahlungen im Mikrowellenbereich, regelt das Raumklima und beeinflusst unser Wohlbefinden und unsere Erholungsfähigkeit.

In Holzräumen wird die Frischluft nicht so schnell verbraucht wie in anderen mit Kunststoffen oder anorganischen Materialien hergestellten Oberflächen und Bauteilen. Menschen können sich in einer positiven Umgebung daher auch länger konzentrieren und ermüden nicht so rasch. Und das hat auch einen guten Grund: Holz ist der älteste gebräuchliche Baustoff. Wir Menschen haben die längste Erfahrung mit Holz und leben deshalb mit unserem liebsten Naturbaustoff auch in einer engen und guten „Beziehung“.

Baustoff Holz überzeugt mit unschlagbarer Öko-Bilanz!

Richtig eingesetzt ist der Baustoff Holz in der Tat ein wahres Universal-Genie. Multifunktional zu verarbeiten – drinnen wie draußen. Wenn man die grundlegenden Konstruktions-Regeln ebenso kennt und beachtet wie die unterschiedlichsten Belastungen im Außenbereich, steht dem Einsatz von Holz im Garten nichts mehr im Wege.

Ganz trocken oder ganz nass: So ist Holz ganz in seinem Element!

Fast jeder, der schon einmal mit Holz zu tun hatte, weiß, dass Holz mit zunehmender Feuchtigkeit nach und nach aufquillt. Und wenn es dauernd feucht ist, wird Holz auch mit der Zeit kaputt. Denn nicht jede Holzart ist auch wirklich gut für den Einsatz im Freien geeignet. Daher ist es umso wichtiger, sich gleich zu Beginn mit den Eigenschaften der unterschiedlichen Holzarten ebenso auseinanderzusetzen wie mit den wesentlichen Konstruktions-Möglichkeiten.

So hat beispielsweise die Buche hervorragende technische Eigenschaften – wenn sie trocken bleibt. Die Zufuhr von Feuchtigkeit lässt sie stark aufquellen. Wenn Sie im Wald einen Holzstapel sehen, bei dem Buchenscheiter in der untersten Reihe liegen und die Erde berühren, werden Sie bemerken, dass diese schon nach einem Jahr damit beginnen, weiße Schimmelpilze anzusetzen.

Eiche und Robinie hingegen verhalten sich ganz anders. Die Robinie bleibt sogar im Erdkontakt lange funktionsfähig. So geben etwa die Hersteller von Kinderspielplätzen, deren Konstruktionen mit dem Holz der Robinie errichtet wurden, eine dreißigjährige Garantie für die Haltbarkeit im Erdkontakt.

Richtig konstruiert: Die Lösung liegt oft im Detail.

Ganz entscheidend ist auch die Art der Anschlüsse in der jeweiligen Konstruktion. Wenn etwa die Verbindungen so gewählt wurden, dass es keine Wassertaschen gibt und eine rasche Austrocknung des Holzes erfolgen kann, so ist das Bauwerk auch nach 50 Jahren noch intakt.

So bringt man einen professionellen Ausbau am besten unter Dach und Fach.

Eigentlich ist es ja der ideale Wohnraum. Der Baugrund ist günstig und ein Dach hat er auch schon. Wozu also noch lange weitersuchen? Womöglich nach einem Bauplatz abseits des Zentrums, der durch seine dezentrale Lage auch noch weiter Kosten verursacht – Stichwort Infrastruktur. Da bietet es doch wesentlich mehr Vorteile, einfach den leer stehenden Dachraum in eine Wohnlandschaft zu verwandeln.

Infrastruktur und Aufschließung sind schon vorhanden.

Jedes Haus benötigt eine ganze Menge von Infrastrukturleitungen. Wasser, Kanal, Strom, usw. Praktischerweise ist das alles beim Ausbau eines Dachbodens schon vorhanden. Die Leitungen müssen nur noch verlängert werden. Gerade für Jungfamilien ist die Finanzierung eines Baugrundes oft eine schwierige Angelegenheit. Da bietet der Dachbodenausbau auch noch eine ganze Reihe von tollen Nebeneffekten.

Das darunterliegende Geschoß wird in einem Zuge mit saniert. Zumindest ist die letzte Decke nicht mehr jene Ebene die zum großen Energieverlust beiträgt. Die dämmende Gebäudehülle wird erweitert, das Dach saniert, eine neue Dämmung auf die Sparren aufgebracht und wenn’s ins Budget passt, wird das Dach auch noch gleich neu gedeckt. So wird auch das Haus wieder für mindestens 50 weitere Jahre „wetterfest“ gemacht. Die vorhandene Holzkonstruktion des Dachstuhls wird gesäubert, gebürstet und eventuell mit Bienenwachs oder einem Pflanzenöl behandelt. Natürlich tragen auch weiße Wandflächen zur hellen, freundlichen Atmosphäre bei. Von der günstigen Gipskartonvariante bis zu hochwertigen Putzoberflächen auf Holzwolle- oder Holzweichfaserplatten gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten.

Warme Winter und kühle Sommer. So geht das:

Wenn es in einem Raum nahe der Wand oder bei den Fenstern im Winter kalt ist, glauben wir, dass diese Flächen Kälte „ausstrahlen“. Es ist anders. Kalte Oberflächen entziehen uns die Wärme, wir finden es unangenehm in der Nähe solcher Bauteile zu sein, die eine kalte Oberfläche haben. Wir ziehen uns in die „letzte Ecke“ eines Raumes zurück wo wir es uns gemütlich machen. Wenn nun die Oberflächen der Bauteile schon angenehm „warm“ sind, wie es bei Holzoberflächen der Fall ist, fühlen auch wir uns wohl, weil uns keine Wärme mehr entzogen wird. Das Gleiche gilt für die Fenster. Daher ist es auch immer wichtig, eine hochwertige Verglasung einzubauen. So können wir den Wohlfühlbereich der Räume wesentlich vergrößern.

Der Sommer hat andere Rahmenbedingungen. Es soll unterm Dach nicht übermäßig warm werden. Das gelingt uns ganz hervorragend, wenn wir die Gebäudehülle so ausstatten, dass die heiße Luft die dämmenden Schichten nicht durchströmen kann. Unter den Dachziegeln wird es bei intensiver Sonneneinstrahlung sehr heiß. Dort lassen wir die Luft zum Dachfirst strömen, wo sie über eine Entlüftungsöffnung – die „Firstlaterne“ – wieder abgeführt wird. Der darunterliegende gedämmte Dachaufbau hält so die Räume unter dem Dach kühl.

Die  Häuslbauermesse 2018, in Klagenfurt hatte heuer einen Schwerpunkt mit der Präsentation der Lehrberufe am Bau. Die Zimmerer Lehrlinge stellten Ihr Können eindrucksvoll unter Beweis.
Lehrlingsbaustelle
Im Messefoyer wurde wiederum eine Baustelle eingerichtet, an der die Zimmererlehrlinge zwei Dachstühle und eine Holzfassade errichteten. Ein einfacher Gebäudeteil wurde mit einem Pultdach, das ist eine plane Dachfläche die auf eine Seite geneigt ist, überdacht. Etwas schwieriger gestaltete sich die Aufgabe einer Ecklösung. Ein einspringendes Gebäudeeck, wie es z.B. in Hofsituationen oft vorkommt, sollte durch einen Zubau ergänzt werden, der platzsparend dieses Hofeck ausfüllt. Das Dach musste so aufgesetzt werden, daß die beiden bestehenden Gebäudefronten eine „Klammer“ ergeben und das anfallende, abzuleitende Oberflächenwasser von diesen beiden Gebäuden abgeleitet wird. Zusätzlich sollte noch eine Dachgaupe mit einem Walmdach für einen guten Lichteinfall bei eventuellem Dachbodenausbau für gehobene Ansprüche sorgen, womit die Schwierigkeit der Aufgabe neuerlich gesteigert wurde.

Abschließend wurde noch eine Gebäudedämmung mit nachwachsenden Rohstoffen (NAWAROS) ausgeführt. Auf ein Mauerwerk wurde eine Traglattung mittels Dübel befestigt, dazwischen Holzweichfaser-Dämmplatten eingebracht, eine Fassadenbahn als Wind- und Schlagregenschutz, sowie eine Lärchenschalung in zwei unterschiedlichen Verlegerichtungen befestigt. Letztlich ist eine naturbelassene, wartungsfreie Holzfassade.

Zimmerer sind leistungsfähig
In zweieinhalb Messe-Tagen wurden all diese Arbeiten von jeweils drei Lehrlingen nach allen Vorgaben bravourös erbracht. Hinzu kam noch das Dach für einen Bildstock / Materl, welches mit den Lehrern der Zimmerer - Berufsschule Spittal/Drau schon vorgefertigt wurde. Die Maurerlehrlinge stellten den Kern her, die Glaser setzten kunstvolle Bleigläser ein und die Dachdecker/Spengler schützten das Materl mit einer Eindeckung aus kleinen Blechschindeln.

All dies unter Beobachtung tausender Messebesucher, die zusätzlich in vielen Gesprächen beraten und die Arbeiten erklärt wurden. Dabei zeigte sich, daß die Zimmererlehrlinge auch im Umgang mit den Auftraggebern und anderen am Bau beteiligten Personen gut kommunizieren können, ein Team bilden und so die Anforderungen der Bauherrschaft im Sinne der ausgezeichneten Qualität des Handwerks ein tolles Bauwerk errichten.

Die Messebesucher konnten das Materl erwerben und mußten hierzu ein Gebot abgeben, das in einer verschlossenen Holzkiste landete. Am letzten Messetag wurden die Kaufangebote geöffnet und der/die Bestbieter erhielten den Zuschlag.

Der praktische Werkstoff für Wintergärten, Dachausbauten, Carports etc.

Bauten aus Holz verfügen über eine besondere Ausstrahlung und ein angenehmes Raumklima. Auch in Verbindung mit herkömmlichen Bauweisen lässt sich das Naturmaterial sehr gut einsetzen.

Einer der größten Vorteile von Holz liegt in der kurzen Bauzeit. Speziell An-, Um- und Ausbauten am Haus lassen sich damit im Handumdrehen verwirklichen. Die Dach- und Wandelemente werden in der Werkstatt gefertigt, am Bau wird montiert. „Das dauert nur wenige Tage“, versichert Georg Hubmann – Landesinnungsmeister der Kärntner Holzbau-Meister, danach kann der betreffende Raum oder Anbau sofort eingerichtet bzw. genutzt werden.“

Ein Paradebeispiel für den Einsatz von Holz ist der Wintergarten. In seiner ursprünglichen Form für Frühjahrs- und Herbstnutzung sowie zur Überwinterung kälteempfindlicher Pflanzen gedacht, wird der gläserne Vorbau heute zunehmend als zusätzlicher Wohnraum – mit besonderer Atmosphäre genützt, und das ganzjährig.  Eine sorgfältige Planung im Hinblick auf Situierung, Ausrichtung und Gestaltung ist hierbei eine notwendige Grundvoraussetzung, die der Holzbau-Meister mit seinem Wissen und seiner Erfahrung bestens erfüllt.

Neben Mensch und Pflanzen stellen auch fahrbare Untersätze besondere Ansprüche an ihre Pflege. Am einfachsten verwirklichen lässt sich dies mit einem Carport. In dieser halb offenen Garagenkonstruktion aus Holz sind Autos, Motorräder, Bikes etc. vor Wind und Wetter geschützt und verfügen auch im Sommer über ein Plätzchen im Schatten. Ein Carport ist nicht nur günstiger und rascher gebaut als eine feste Garage, es hat vor allem auch im Winter einen entscheidenden Vorteil. „Während nämlich die nächtliche Garagenwärme in Verbindung mit Streusalz die Rostbildung fördert, bleibt ein in einem Carport abgestelltes Fahrzeug von dieser unerwünschten Wirkung verschont“, so Ing. Fritz Klaura, Innungsmeister Stv. der Landesinnung Holzbau, „Allerdings nur bei einer guten Planung. So etwa ist es von Vorteil, wenn das Carport zwar zur Wetterseite abgeschirmt ist, ansonsten aber offen gestaltet werden kann. Zu berücksichtigen sind aber auch die statischen Erfordernisse, Schneelast und Deckungsmaterial damit das Verhältnis zwischen leichter Konstruktion und Standsicherheit gegeben ist! Dann bedankt sich auch Ihr Fahrzeug mit einer erhöhten Lebensdauer.

Mit der Zeit (mit)wachsen

Alles ist im Fluss. Auch unsere Lebensumstände verändern sich von Zeit zu Zeit. Je nach Familiengröße braucht man mal mehr, mal weniger Raum zum Glücklichsein. Veränderte Wohnbedürfnisse lassen sich mit Holz rasch in praktikable Lösungen umsetzen. Speziell Dachausbauten sind heute, bei den hohen Grundstückspreisen und dem knapper werdenden Angebot an Bauland, eine willkommene Alternative zum Neubau und – nicht nur – in wirtschaftlicher Hinsicht äußerst attraktiv. Dazu überzeugen die kurze Bauzeit, das geringe Gewicht des natürlichen Baustoffes Holz (kaum Probleme mit der Statik eines Gebäudes) sowie die Vielzahl der Möglichkeiten im Hinblick auf Design und Funktion.

Auch die heimische Hotellerie und Gastronomie ist längst auf den Baustoff Holz aufmerksam geworden. Kein Material vermittelt besser das Gefühl von Natur, Entspannung und Wohlgefühl. Urige Schihütten, gemütliche Bauernstuben, erholsame Wellnessbereiche – gerade in unseren Breiten spielt der heimische Rohstoff aus unseren Wäldern eine wichtige Rolle. Holz steht für nachwachsende Ressourcen, die ohne lange Transportwege und damit klimaschonend bezogen werden können. Dazu strahlt das Material eine besondere Wärme und Ruhe aus.

Holz: Perfekte Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Holz hat aber noch mehrere positive Eigenschaften vorzuweisen: es reguliert das Klima der Räume selbst, indem es überflüssige Feuchtigkeit speichert und in trockenen Perioden wieder abgibt und die Oberflächentemperatur der Bauteile „strahlt keine Kälte ab“. In der Folge entsteht ein besonders angenehmes Raumgefühl, das durch den Einsatz hochmoderner, biologischer Dämmverfahren noch verbessert wird. In Holzbauten gibt es auch so gut wie keine Staubentwicklung, was speziell für Asthmatiker und Allergiker eine große Entlastung ihrer gesundheitlichen Probleme mit sich bringt.

Holzbauten vermitteln generell ein Gefühl der Gemütlichkeit und Geborgenheit, was durch die angenehme Optik des Baustoffes noch unterstrichen wird. Zudem verbreitet das Holz einen sehr angenehmen Duft und hebt damit zusätzlich die Wohnqualität.  Für die professionelle Planung, Umsetzung und Gestaltung des Wohntraumes aus Holz sind die Holzbau-Meister die richtigen Ansprechpartner. Sie stehen für perfekte Lösungen und Zufriedenheit der Kunden!

holzbaupreis kaernten

 Beim Holzbaupreis Kärnten 2017 gibt es insgesamt 18 Preisträger in den Abstufungen Holzbaupreis, Auszeichnung, Anerkennung und Sonderpreis
 Holzbaupreise: Heuer konnten drei Hauptpreise verliehen werden, Auszeichnungen: Sechs Bauten bekamen eine Auszeichnung, Anerkennungen:  Vier Bauten erhielten eine Anerkennung

Export: In der Kategorie Export werden jene Bauten ausgezeichnet, die von Kärntner Architekten oder Holzbauern außerhalb der Landesgrenzen realisiert wurden. Es gab vier Anerkennungen und einen Sonderpreis. FOTO: Walter Luttenberger

Link: https://holzbaupreis-kaernten.at/preistraeger/

 

Wer sich bei seinem Bauvorhaben für ein Holzhaus entscheidet ist am Puls der Zeit. Und das nicht nur beim Wohnkomfort: Holz lebt, wächst nach und kehrt ohne Rückstände in den Naturkreislauf zurück. Damit stellt das Bauen mit Holz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar.
Holzbau ist im Trend. Immer mehr Häuselbauer entscheiden sich für ein Eigenheim aus dem „ökologischen“ Baustoff Holz, das zeigt auch die immer größer werdende Anzahl an gebauten Holzobjekten im Land Kärnten. Georg Hubmann und Ing. Fritz Klaura von der Landesinnung der Holzbau-Meister Kärnten wissen ganz genau warum: „Wohnklima und Wohnkomfort in einem Holzhaus sind unvergleichlich. Denn Holz atmet und lebt. Das sorgt für natürliche Wohnatmosphäre.“

Zuhause mit Mehrwert
Das kompetente Duo kennt aber noch viele weiter Gründe, die für das Bauen und Wohnen mit Holz sprechen: „Holz ist vielfältig einsetzbar, gesundheitsfördernd, bietet eine große Gestaltungsbandbreite, viele Möglichkeiten für Eigenleistung und kurze Bauzeiten“. Nach dem Bau ist ein Holzhaus sofort bezugsfertig und benötigt im Gegensatz zu anderen Bauweisen keine Austrocknungszeiten.
 „Nicht zu vergessen“, so Innungsmeister Hubmann, „sind auch die ausgezeichneten Dämmwerte von Holz“. Ein perfekter Temperaturausgleich im Sommer wie auch Winter hält die Heizkosten niedrig und sorgt für ein gesundes und besonders angenehmes Raumklima. „Der Energieverbrauch in einem Niedrigstenergie- oder Passivhaus aus Holz ist hier um 50 Prozent und mehr unter dem Verbrauch eines vergleichbaren Hauses in Nassbauweise“, ergänzt Innungsmeister-Stellvertreter Ing. Klaura.

Unschlagbare Ökobilanz
Außerdem hat das Bauen mit Holz eine unschlagbare Ökobilanz. Georg Hubmann erklärt warum: „Holz bindet den Kohlenstoff während seiner ganzen Nutzungsdauer! Jeder verbaute Kubikmeter Holz speichert den Kohlenstoff von einer Tonne Kohlendioxid! Deswegen ist Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz!“ Und da das Rohmaterial für die Herstellung von den Holzhäusern zum überwiegenden Teil aus heimischen Wäldern stammt, fallen nur kurze Transportwege an. „Der Einsatz von Holz stärk darüber hinaus die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“, fügt Ing. Klaura an.

Fachwerks-, Riegel- und Skelettbauweise
Im Gegensatz zu den Alpenländern, wo man hauptsächlich Blockbauten mit liegenden Hölzern zu Wänden verarbeitet hat,

Baut man mit Holz große Tragwerke, dann ist dreidimensionales Vorstellungsvermögen wie körperliche Fitness gefragt.  Die Holzbauer erfahren mit der Ökologisierung am Bau einen Aufschwung, der auch der nächsten Handwerkergeneration ein sicheres Einkommen bietet.

Das Wort ZIMMERER, meint man, hätte etwas mit einem Zimmer zu tun. So weit weg ist das gar nicht; es leitet sich vom mittelhochdeutschen „zimber“ ab, was wiederum „Bauholz“ heißt und im weitesten Sinn als „Bau“ verstanden wurde. Zimmerer sind also jene die mit Bauholz arbeiten und daraus ganze Gebäudeteile, wie Dachstühle, tragenden Decken oder gar ganze Häuser bauen. Holz war und ist in unseren Breiten in großen Mengen direkt vor Ort verfügbar. Es ist leicht zu transportieren und zu bearbeiten. Es hat hervorragende Trageigenschaften in Bezug auf sein Gewicht und wächst von alleine nach, indem es schädliches CO2 in Zuckerstoffe umwandelt und so die Holzmaße bildet und obendrein noch reichlich Sauerstoff über die Photosynthese an die Umwelt abgibt.  Eigentlich ein Wunderstoff der Natur. In vielen Objekten wird eindrucksvoll dargestellt wie Holz aus der Hand der Zimmerleute zu tollen Bauten verarbeitet wird. Stellvertretend nennen wir hier den Aussichtsturm am Pyramidenkogel, der schon binnen vier Jahren zu einem neuen Kärntner Wahrzeichen mutierte.

Der Zimmerer, ein Traditionsträger am Puls der Zeit – ein Berufsbild

Der Heilige Josef ist der Schutzpatron der Zimmerleute. So gesehen ist Jesus der berühmteste Zimmerer Lehrling der Geschichte ist.

Schon in der Gotik, als man die wunderschönen Kathedralen in schwindelerregende Höhen baute, waren die Zimmerleute jene, die dem Ganzen die „Krone“, das schützenden Dach aufgesetzt haben. Damals hat Methoden entwickelt um die stabförmigen Konstruktionen schon am Boden so zu bearbeiten, sie dann in Einzelstäben über Seilzüge bis in die Dachregionen zu heben und dort einem „Steckspiel“ gleich zusammenzufügen. Die Methode, die im Raum liegende Hölzer so zuzuschneiden, daß sie dann, zusammengefügt ein Tragwerk ergeben, nennt man „Austragung“. Die zeichnerische Methode wurde aus der Darstellenden Geometrie entwickelt und ist unverändert bis heute gültig. Sie bildet die Basis des Zimmerwissens dar und setzt dreidimensionales Vorstellungsvermögen voraus. Mit aufkommen der elektronischen Taschenrechner wurde es dann relativ einfach die bisher zeichnerisch ermittelten Maße auch zu errechnen. Allerdings folgt die Rechnung genau dem Weg der Zeichnung. Man muss also die zeichnerischen Methoden „im kleinen Finger“ haben um die rechnerische anzuwenden. Heute haben wir Computerprogramme zur Verfügung, die uns helfen sehr rasch und „bequem“ zu den einzelnen Abbund Maßen zu gelangen. Jene, die so ein Holzbauprogramm entwickeln und die Rechenvorgänge in einem Computerprogramm niederschreiben, müssen all die zuvor genannten Methoden beherrschen. Betrachtet man die Entwicklung dieses Handwerks, so versteht man auch, daß die Zimmerleute einen sehr engen Bezug zu ihrer Tradition pflegen, obwohl sie heute mit modernsten Techniken die tollsten Bauwerke errichten.

Wer sich bei seinem Bauvorhaben für ein Holzhaus entscheidet ist am Puls der Zeit. Und das nicht nur beim Wohnkomfort: Holz lebt, wächst nach und kehrt ohne Rückstände in den Naturkreislauf zurück. Damit stellt das Bauen mit Holz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz dar.

Holzbau ist im Trend. Immer mehr Häuselbauer entscheiden sich für ein Eigenheim aus dem „ökologischen“ Baustoff Holz, das zeigt auch die immer größer werdende Anzahl an gebauten Holzobjekten im Land Kärnten. Georg Hubmann und Ing. Fritz Klaura von der Landesinnung der Holzbau-Meister Kärnten wissen ganz genau warum: „Wohnklima und Wohnkomfort in einem Holzhaus sind unvergleichlich. Denn Holz atmet und lebt. Das sorgt für natürliche Wohnatmosphäre.“

Zuhause mit Mehrwert

Das kompetente Duo kennt aber noch viele weiter Gründe, die für das Bauen und Wohnen mit Holz sprechen: „Holz ist vielfältig einsetzbar, gesundheitsfördernd, bietet eine große Gestaltungsbandbreite, viele Möglichkeiten für Eigenleistung und kurze Bauzeiten“. Nach dem Bau ist ein Holzhaus sofort bezugsfertig und benötigt im Gegensatz zu anderen Bauweisen keine Austrocknungszeiten.
 „Nicht zu vergessen“, so Innungsmeister Hubmann, „sind auch die ausgezeichneten Dämmwerte von Holz“. Ein perfekter Temperaturausgleich im Sommer wie auch Winter hält die Heizkosten niedrig und sorgt für ein gesundes und besonders angenehmes Raumklima. „Der Energieverbrauch in einem Niedrigstenergie- oder Passivhaus aus Holz ist hier um 50 Prozent und mehr unter dem Verbrauch eines vergleichbaren Hauses in Nassbauweise“, ergänzt Innungsmeister-Stellvertreter Ing. Klaura.

Unschlagbare Ökobilanz

Außerdem hat das Bauen mit Holz eine unschlagbare Ökobilanz. Georg Hubmann erklärt warum: „Holz bindet den Kohlenstoff während seiner ganzen Nutzungsdauer! Jeder verbaute Kubikmeter Holz speichert den Kohlenstoff von einer Tonne Kohlendioxid! Deswegen ist Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz!“ Und da das Rohmaterial für die Herstellung von den Holzhäusern zum überwiegenden Teil aus heimischen Wäldern stammt, fallen nur kurze Transportwege an. „Der Einsatz von Holz stärk darüber hinaus die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“, fügt Ing. Klaura an.

Gemeinden setzen auf Holz

Längst hat auch die öffentliche Hand die unschlagbaren Argumente dieser nachhaltigen Bauweise erkannt. In Kärnten setzen u.a. die Gemeinden Moosburg und Gnesau auf Holzbau und geben mit „Holzkindergärten- und Schulen“ Vorzeigemodelle für optimales ökologisches und ökonomisches Bauen. Die Innungsmeister Georg Hubmann und Ing. Fritz Klaura sind sich einig: „Die positive Wirkung unseres heimischen Baustoffes Holz auf den Menschen bzw. in besonderer Weise auf unsere Kinder ist wissenschaftlich erwiesen. Es ist ein Gebot der Stunde, unseren Kindern diese Vorteile zukommen zu lassen, ihre Kreativität zu fördern und sie nicht in Betonpunker zu stecken!“
Kärntens Holzbau-Meister sind auf den Bau von nachhaltigen Holzhäusern mit niedrigem Energieverbrauch spezialisiert und bieten Rundum-Betreuung. Fragen Sie nach mehr Informationen und Details, wir werden Sie bestens beraten!

Höchstes Know-how macht lizenzierte Holzbau-Meister zu Experten für den fachgerechten und optimalen Einsatz des Baustoffes Holz. Sie stehen mit Fachkompetenz beratend zur Seite – von der Planung bis zur Fertigstellung – „alles aus einer Hand“!

 

Am Freitag, 9. Juni 2017 fand in der Berufsschule in Spittal an der Drau der diesjährige Landeslehrlingswettbewerb statt.

Erschwerte Situation kurz vor dem Bundeslehrlingswettbewerb

Vierzehn Lehrlinge aus dem dritten Lehrjahr stellten sich im Rahmen des Kärntner Landeslehrlingswettbewerbes zur Ausscheidung für den Bundeslehrlingswettbewerb, der schon am 23. und 24. Juni 2017 im Salzburger Freilichtmuseum in Großgmain stattfindet. Den Trainern Holzbaumeisterin Ing. Ulrike Kavalar-Kofler und Holzbaumeister Erich Dullnig stehen zwei anstrengende Wochen bevor. In dieser Zeit soll die Vorbereitung der Kärntner Teilnehmer erfolgen und die drei zu entsendenden Jung’s auf die Anforderungen des hohen Niveaus des bundesweiten Lehrlingswettbewerbs trainiert werden.

Die Wettbewerbsarbeiten waren vielversprechend

Die Vorbereitungszeit zum Bundeslehrlingswettbewerb wird also sehr kurz sein. Roland Viertler war bereits Teilnehmer beim Bundeslehrlingswettbewerb 2017 und belegte dort Rang 2. Er wird neben Ulrike Kavalar-Kofler und Erich Dullnig als Co-Trainer fungieren. Julian Wirnsberger vom Holzbaubetrieb Wiesflecker aus Rennweg belegten den 1. Platz, gefolgt von Fabian Zojer aus dem Holzbauteam Kötschach-Mauthen und Michael Motschiunig von der Zimmerei Süssenbacher. Die Holzbaumeister Zwatz, Walder sen., Joschack und Preiml fungierten als strenge Jury, bewerteten sowohl nach der Sauberkeit, der Richtigkeit und der Genauigkeit des ausgearbeiteten Modells, mit Gratsparren für ein Walmdach mit ungleicher Dachneigung. Die Siegerehrung wurde im Beisein von Direktorin Ines Hofer und dem Leiter der Kärntner Talenteakademie Christof Doboczky von Landesinnungsmeister Georg Hubmann vorgenommen.

Ohne Unterstützung geht’s nicht

Alljährlich wird der Landeslehrlingswettbewerb von treuen Sponsoren unterstütz. Angeführt von WÜRTH Österreich waren auch die Unternehmen Frischeis, KLH, Sola, Harrer, pro:Holz Kärnten als Unterstützer mit Sachpreisen zur Stelle. Ihnen gebührt neben den Organisatoren der Landesinnung ein herzlicher DANK.

Bilder vom Landeslehrlingswettbewerb, Fritz Klaura

2981x593a86680d4Sieben Tage lang stand Radio Kärnten ganz im Zeichen der Forst- und Holzwirtschaft. Täglich wurde vom 29. Mai bis zum 4.  Juni von einem anderen Standort im Land berichtet. Die Reise ging von der Waldwirtschaftsgemeinschaft in Brückl,  der Johann Offner  Holzindustrie in Wolfsberg, Holzbau Gasser in Ludmannsdorf, dem Sägewerk Seebacher in Gnesau bis zum  Weissenseer Holzsystembau in Greifenburg, der Firma Noritec in Stall im Mölltal und den Hasslacher Werken in Kötschach-Mauthen.  Es gab über 100 Live-Einstiege, bei denen neben den Gastgebern auch noch viele andere  Interviewpartner aus der Branche zu Wort kamen. „Es ist uns gelungen, einen interessanten und lebendigen Einblick in unsere Arbeit und in die Bedeutung der Holzwirtschaft für Kärnten zu vermittlen“, sagt Holzfachberater Fritz Klaura, der die ganze Woche mit dem ORF Team unterwegs war.  Die Wertschöpfungskette der Forst- und Holzwirtschaft Kärntens erwirtschaftet rund 20% des Bruttoinlandsproduktes, forscht, entwickelt, exportiert erfolgreich in alle Welt und  ist somit Kärntens größter Wirtschaftszweig. Schwerpunkte der Berichterstattung waren die Entwicklungen in der Forstwirtschft, das Thema Bauen mit Holz und die Bedeutung von Holz als nachhaltigem und modernem Werkstoff für innovative Produkte.

Bilder von der Radiowoche: proHolz Radiowoche

Holzbau boomt weltweit. Innovative "Leuchtturmprojekte" wachsen allerorts dem Himmel entgegen.

Nachhaltiges Bauen ist ein Gebot der Stunde. Und dabei spielt Holz als nachwachsender Rohstoff natürlich eine wichtige Rolle. Holz wurde als sehr leistungsfähiger und vielseitiger Baustoff wiederentedeckt. Experten der Baubranche haben mit Projekten, die bereits gebaut wurden oder sich im Bau befinden, bewiesen, dass Holz auch ideal für die Errichtung großer Objekte ist. Wir stellen heute einige dieser "Leuchtturmprojekte" kurz vor. "Projekte, die Mut machen sollen und zeigen, was im Holzbau möglich ist. Österreichisches Know-how inklusive", betont Georg Hubmann, Innungsmeister der Holzbau-Meister in Kärnten.

„mineroom“ in Leoben20161006 0037 Mineroom KLF c Fritz klaura

Die Montanuniversität in Leoben wird von Studenten aus aller Welt besucht. Von ihrer Unterkunft im "mineroom" sind sie alle beeindruckt. Die Architekten planten ein Ensemble mit einem vier-, fünf- und sechsgeschossigen Baukörper. In Anlehnung an die Montan-Thematik wurden die Gänge nicht mit Geraden, sondern mit leichten Biegungen und an den Enden der Gänge mit Bildern vom „Untertagbau“ versehen. Auch die Fassade in Lärche wurde der Thematik angepasst. So symbolisieren die grauen Fassadenstellen die Erzeinschlüsse im Gebirge.

"UBC Brock Commons" in Vancouver

Im kanadischen Vancouver hat man einen Weltrekord in Sachen Holzbau aufgestellt. Der Holzkörper des 18-stöckigen Studentenwohnheimes der University of British Columbia wurde in nur 66 Arbeitstagen aufgestellt. Es fehlen noch die stählerne Dachkonstruktion sowie Teile der vorgefertigten Fassade, die zu 70% mit Holzfasern gedämmt wurde. Mit einer Höhe von 53m ist das Gebäude aktuell der höchste Holzwohnbau der Welt.

"Kulturhuset" in Skellefteåskelleftea kulturhus 01 white arkitekter

Im schwedischen Skellefteå will man bis 2019 ein 19-stöckiges Kulturzentrum in Holzbauweise errichten. Das 76m hohe Gebäude soll im fertigen Zustand ein Landestheater, Museum, Kunstgalerie, Stadtbibliothek und ein Hotel beheimaten. Es handelt sich dabei um einen Bau aus stahlverstärkten Brettschichtholz-Rahmen mit Glasumhüllung. Durch mobile Wände soll sich auf knapp 25.000 m2 Gesamtnutzfläche ein Großteil der Räumlichkeiten flexibel gestalten lassen.

"Patch 22" in Amsterdam

Das höchste Holzwohngebäude der Niederlande bietet auf 5400 m2 eine durchdachte Konstruktion aus Holz und Verbundelementen zur späteren Umfunktionierung in Büroräume. Die 30m hohe Konstruktion verfügt wegen der starken Windlast über ein Erdgeschoss sowie einen Stabilisierungskern aus Beton. Alle weiteren Bauteile wurden mit Brettschicht- und -sperrholz realisiert. Für Elemente mit Außenkontakt verwendete man Redwood. Die Planer dimensionierten die Holzkonstruktion derart stark, dass sie im Brandfall durch eine entstehende Kohleschutzschicht noch zwei Stunden ihren Dienst tun kann.

"HoHo" in Wien

Im Oktober 2016 erfolgte der Spatenstich für das welthöchste Holzhaus, das mit 84m in der Seestadt Aspern bis 2018 in den Himmel wachsen wird. Im HoHo Wien ist Holz sichtbar, erlebbar und zentrales Element aller Gebäudebereiche. Der Holzbauanteil wird ab dem Erdgeschoß bei rund 75 Prozent liegen. Das Gebäude bietet rund 20.000 m2 Nutzfläche

Ing. Fritz Klaura, Landesinnungsmeister Stv., ist überzeugt, dass die Strahlkraft solcher Projekte auch die unmittelbare Heimat erreichen wird. Denn bestes Know-how macht lizenzierte Holzbau-Meister zu Experten für den fachgerechten und optimalen Einsatz des Baustoffes Holz. Sie stehen mit Fachkompetenz beratend zur Seite – von der Planung bis zur Fertigstellung – „alles aus einer Hand“!

 „mineroom“ in Leoben Ein Studentenheim der Meisterklasse. In die Umsetzung wurde das Montan-Thema integriert. Foto / Grafik © Ing. Fritz Klaura

 "Kulturhuset" in Skellefteå Kunst und Kultur in einem ganz speziellen Ausdruck von Baukultur und Flexibilität. Foto / Grafik © white arkitekter

 "Patch 22" in Amsterdam Die Niederlande wollen ganz hoch hinaus. Und überzeugen mit Kreativität und Praktikabilität. Foto / Grafik © Luuk Kramer

Sind Gebäude abgenutzt und entsprechen äußerlich nicht mehr den Anforderungen ihrer Nutzer, so werden meist Wärmedämmverbundsysteme an der Fassade angebracht und im Inneren die mechanisch belasteten Teile wie Böden und Einrichtungsgegenstände erneuert. Die Gebäudeertüchtigung geht über diese Sanierungsweise weit hinaus. Bei der Gebäudeertüchtigung wird der Fassade eine neue vorgefertigte Fassade mit bereits eingebauten Fenstern, neuer Sanitärverrohrung, Stromleitungsnetz und optimaler Dämmung vorgesetzt. Das ermöglich eine Sanierung in kürzester Zeit und mit geringer Beeinträchtigung im Wohnbereich. Der Holzbaumeister ist für diese Sanierungsmethode der perfekte Ansprechpartner. Aber wie das genau funktioniert soll hier näher erklärt werden.

Die Anforderungen an das Gebäude sind gestiegen
Nehmen wir ein Gebäude aus den 1960er Jahren, vielleicht sogar ein Mehrparteienhaus. Bei der Errichtung nahm man was gerade vorrätig war und es musste billigst gebaut werden. Isolierglas gab es noch nicht und die oberste Decke wurde nicht gedämmt. Nach 50 Jahren steht jedes Gebäude zu einer Sanierung an. Wenn schon saniert werden soll, dann gleich richtig!

Mittlerweile hat sich viel geändert. Die Energiekosten zur Heizung sind um vielfaches gestiegen, die Fenster sind undicht und tragen zum erhöhten Heizbedarf bei, die Elektroinstallation muss wegen der vielen Geräte die wir heute nutzen, verstärkt werden, die Eisenrohre der Wasserleitungen „rosten“ vor sich hin, die Dachdeckung wird langsam spröde, und noch einige andere Sachen wollen wir den heutigen Anforderungen und dem Komfort anpassen. Eine „sportliche“ Herausforderung, zumal das alles an eine grobe Großbaustelle erinnert und vor unseren Augen ein ausgehöhlter Rohbau entsteht.

Ein neuer Gebäudetypus soll erreicht werden
Heute haben wir gestiegene Anforderungen. Das Internet begleitet unseren Tageablauf, die Familiengrößen und Lebensgewohnheiten haben sich geändert. Meist steht die Wohnung tagsüber leer, da man der Arbeit nachgeht. Brennstofföfen haben Elektro- oder Gasherden Platz gemacht. Die Wäsche wird öfter als vor fünfzig Jahren gewaschen und wir verbrauchen viel mehr Warmwasser als unsere Großeltern. Und schließlich wollen wir im Winter im T-Shirt vorm Fernseher sitzen, immer frische Luft haben und dennoch so wenige Heizkosten wie möglich berappen. Das alles erfordert auch einen anderen Gebäudetypus.

Neben der Sanierung bestehender Leitungssysteme bedarf es auch einer Erneuerung gut gedämmter Heizleitungen, einer solaren Warmwasseraufbereitung (oder durch eine Erdwärmepumpe, etc.), einer Komfortbelüftung mit Wärmetauscher, schallentkoppelte Abflussleitungen, einer Erneuerung der Elektroleitungen und die Installation von Glasfaserkabeln zur medialen Versorgung via Internet und anderer Medien. Kurzum, aus dem alten Gebäude soll ein multifunktionales Passivhaus mit höchstem Wohnkomfort entstehen.

Moderne, digitale Naturaufnahme, 3-D Planung und disziplinierte Ausführung

Wenn diese Forderung erfüllt werden soll, kann man die Arbeiten an einem bewohnten Gebäude nur von außen durchführen.

Am Anfang aller Arbeiten stehen eine gründliche Planung und davor eine minutiöse Naturaufnahme des Gebäudes. Mit optischen Geräten werden die Fassaden exakt vermessen. Es folgt die Planung der neuen Gebäudehülle unter Einbeziehung aller Haustechniker, Architekten, und der ausführenden Firmen. Von den Planern wird ein virtuelles Modell erstellt, nach diesem die ausführenden Unternehmen all ihre Arbeiten exakt, millimetergenau ausführen.

Vorfertigung der neuen Gebäudehülle unter optimalen Bedingungen.
Während neue Leitungen und Komponenten an der Außenseite des Gebäudes angebracht werden, fertigt man in den Hallen der Holzbaumeister unter optimalen Bedingungen große, gerade noch transportierbare Elemente mit der fertigen Fassade, einer effizienten Wärmedämmung und den Fenstern mit allen Anschlüssen. Die Ausnehmungen für die gleichzeitig am Gebäude montierten Leitungen müssen dabei berücksichtigt sein und die neuen Fenster müssen exakt an jenen Stellen sitzen wo die bestehenden auch positioniert sind.

Natürlich entstehen Eingriffe in die bewohnten Räume. Diese sollen aber auf ein Minimum reduziert sein. Und wenn die neue Gebäudehülle angebracht ist, werden die alten Fenster von innen entfernt.

Somit wurde das Gebäude nicht nur saniert, sondern um einige Komponenten erweitert und ein neuer Gebäudetypus ist hergestellt. Wir sprechen in so einem Fall von einer Gebäudeertüchtigung.

Holz hat als Konstruktionselement die tragende Funktion
Holz ist wegen seines geringen Gewichtes und gleichzeitig hoher Tragfähigkeit prädestiniert für die Vorfertigung großer Baukomponenten. Kräne und Transportmittel sind leistungsstark. Was die Vorfertigungsgröße einschränkt ist das Volumen der Elemente. Daher fertigt man die neue Gebäudehülle in Elementen die gleich über mehrere Geschosse reichen. Die Montagezeiten sind dadurch reduziert und die baulichen Eingriffe auf ein erträgliches Maß geschrumpft. Auch die Außenanlagen der Wohnbereiche sind von den Baumaßnahmen weniger in Mitleidenschaft gezogen und die Wege von den Produktionsstätten der Holzbaumeister sind kurz. Heimische Arbeitskräfte und heimisches Material sind dabei ebenso wichtig wie die Unabhängigkeit von erdölbasierenden Energieträgern. Für die Künftige Energieversorgung hat man mit so einer Gebäudeertüchtigung vorgesorgt, die Betriebskosten des Gebäudes deutlich reduziert und den Komfort erhöht.

Bestes Know-how macht den lizenzierten Holzbau-Meister zum Experten für den fachgerechten und optimalen Einsatz des Baustoffes Holz. Er ist derjenige, der mit Fachkompetenz beratend zur Seite steht und von der Planung bis zur Fertigstellung „alles aus einer Hand“ erledigt!

Bildtexte:
20081110_Dieselweg_Graz_4_GAP Solution: Bildrechte und Bildquelle © by GAP Solution
Die vorgefertigte, neue Gebäudehülle wird in Elementen angeliefert und montiert. Im Hintergrund ist das Wohngebäude zu sehen, welches auch während der kurzen Bauphase bewohnt blieb.

20090402_Dieselweg_Nachher 2_GAP Solution: Bildrechte und Bildquelle © by GAP Solution
Die neue Gebäudehülle beinhaltet ein für jede Wohneinheit individuelles Lüftungssystem, neue Abwasser und Versorgungsleitungen und neue Fenster.
Linz Makartstraße_05: Bildrechte und Bildquelle © by Arch. Gerhard Kopeinig
Das Gebäude wird an der Außenseite „erneuert“. Neue Versorgungsleitungen sowie ein Komfortlüftungssystem werden an der alten Fassade aufgebracht. Zeitgleich erfolgt die Vorfertigung der neuen Gebäudehülle in der Halle des Holzbaubetriebes.

IMG_3930 flatbuilding linz arch-more austria.jpg: Bildrechte und Bildquelle © by Arch. Gerhard Kopeinig

Das ertüchtigte Gebäude bietet durch die Einhausung der Balkone mehr Platz, dämmt den Schall besser und benötigt nur mehr einen Bruchteil der Betriebsenergie für Heizung, Lüftung und Kühlung.

Umfangreiches Arbeitsprogramm wurde abgearbeitet – toller Aktionsbericht des Innungsmeisters

Der diesjährige Fachgruppentag der Holzbaumeister fand am Freitag, 17. März in der FAST – Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach statt, wo man sich hauptsächlich mit Waldbewirtschaftung und Holzernte beschäftigt. Also an jenem Ort, an dem die Wertschöpfungskette Holz ihren Anfang nimmt. Hausherr Dipl. Ing. Hans Zöscher gab in seiner Begrüßung einen imposanten Leistungsüberblick zu den Tätigkeiten in Ossiach und war mit seinen MitarbeiterInnen ein perfekter Gastgeber.

Landesinnungsmeister Georg Hubmann hieß seine Kolleg-innen willkommen. Ossiachs Bürgermeister Ing. Huber konnte erst am Abend die Gäste aus allen Teilen Kärntens begrüßen, so übernahm dies kurzerhand sein Kollege Bgm. Holzbaumeister Georg Kavalar, von der am Ossiachersee gegenüberliegenden Seite, aus Bodensdorf, der natürlich die Überleitung zum fachlichen Teil der Tagung in wunderbarer Weise bewerkstelligte. Unter den interessierten Ehrengästen war auch Dr. Georg Lamp, Geschäftsführer der Sparte Handwerk in der Wirtschaftskammer Kärnten und Bundesinnungsmeister Ing. Hermann Atzmüller, der sich die Mühe nahm am Vormittag noch an der Wiener Josefifeier anwesend zu sein, um dann im Eilzugstempo nach Ossiach zu kommen.

Mit dem Arbeitsinspektorat im gleichen Boot

Die Arbeitsinspektoren Ing. Kurt Walker und Ing. Gerhard Londer hielten eine rege Diskussion mit den Holzbaumeistern zu vielen aktuellen Vorkommnissen. Dabei wurde festgestellt, daß die Firmenchefs und das Arbeitsinspektorat gleichermaßen an der Gesundheit der Mitarbeiter interessiert sind, zumal ein Mitarbeiterausfall erhebliche Aufwendungen mit sich bringt und die dadurch entstehenden Lücken organisatorisch nur schwer zu handhaben sind. Mit vielen unpraktikablen Gesetzesregelungen sind die Mitarbeiter des Arbeitsinspektorates ebenso unzufrieden wie auch die Unternehmer, welche sich mit vielen Vorschriften drangsaliert und schikaniert fühlen.

Außergewöhnlich im Design und robust in der Benutzung lässt sich Holz auch unter freiem Himmel wunderbar einsetzen. Ein optischer Blickfang, der mit der Natur im Reinen ist.  

Kaum ein Material ist wohl so vielseitig wie der Baustoff aus unseren heimischen Wäldern. Denn so wie die Bäume den Temperaturschwankungen und Widrigkeiten des Wetters trotzen, so kommt Holz auch in verarbeiteter Form mit diesen schwierigen Anforderungen zurecht. „Dank moderner Methoden und Technologien kann man Holz heute weitgehend auf natürliche Art schützen, sodass es extrem robust und wetterbeständig ist“, sagt Ing. Fritz Klaura, Innungsmeister Stv. der Holzbau-Meister in Kärnten.Neben den optischen Gesichtspunkten – Holz strahlt ein sehr wohnliches und gemütliches Bild aus – besticht das Material auch noch mit anderen positiven Eigenschaften. „Zum Beispiel heizt sich ein Terrassenboden in der Sonne nicht so extrem auf“, erläutert Innungsmeister Georg Hubmann, „sondern verfügt auch an heißen Tagen noch über eine angenehme Oberflächentemperatur, wo man auch ohne Weiteres barfuß laufen kann.“

Vielseitig einsetzbar

Das alleine erklärt schon die Beliebtheit von Holz beim Bau von Boots- und Schwimmstegen, Liegeflächen zum Sonnen oder (großzügigen) Einfassungen von Swimmingpools oder Schwimmteichen bzw. Lauben oder Pergolen im Outdoor-Bereich. „Zusammen mit der Kreativität der Planung und der jeweils am besten geeigneten Holzart lassen sich da wirklich beeindruckende Konstruktionen verwirklichen“, versichert Hubmann und weist darauf hin, dass die Holzbaumeister dafür die richtigen Ansprechpartner sind, weil sie individuelle Lösungen aus einer Hand bieten - angefangen vom Entwurf bis hin zur Umsetzung und Fertigstellung.

Genauso gut lassen sich bereits bestehende Bauten nachträglich mit Holz aufwerten. Sei es in Form eines zusätzlichen Wintergartens, eines Carports oder einer Terrassenüberdachung. Speziell in Schulen oder Kindergärten wird dieses Material auch immer öfter eingesetzt. Der Kindergarten Moosburg, welcher auch mit einem Holzbaupreis ausgezeichnet wurde, stellt ein gelungenes Beispiel für eine Neuerrichtung und eine Erweiterung dar, hier wurden mit Holz in kurzer Zeit neue Räumlichkeiten geschaffen. Sogar beim Bau von Brücken verzeichnet Holz einen regelrechten Aufschwung. Denn es ist ebenso standfest wie Beton bzw. in Kombination damit und hat sogar zusätzliche Vorteile im Hinblick auf die Errichtungs- und Erhaltungskosten. Die nicht zu überbietende Widerstandsfähigkeit gegen Tausalze – diese werden in ähnlicher Form als Holzschutz und zur Verlängerung der Lebensdauer eingesetzt – ist ebenfalls ein Vorteil für den Holzeinsatz im Brückenbau.

Bestes Know-how macht den lizenzierten Holzbau-Meister zum Experten für den fachgerechten und optimalen Einsatz des Baustoffes Holz. Er ist derjenige, der mit Fachkompetenz beratend zur Seite steht und von der Planung bis zur Fertigstellung „alles aus einer Hand“ erledigt!

Weitere Informationen: holzbaumeister-kaernten.at

 


Die Klagenfurter Häuslbauermesse 2017 war eine Leistungsschau des Kärntner Handwerks: Lehrlinge machten die Messe zwei Tage lang zur „lebenden Baustelle“. Am Sonntag zeigten angehende Zimmer- und Baumeister ihr Können.

Bereits wenige Minuten nach der offiziellen Eröffnung am 10.2.2017 wurde im Eingangsbereich bereits fleißig gewerkt: Maurer-, Dachdecker-, Zimmerer- und Spengler-Lehrlinge aus ganz Kärnten machten aus dem Messefoyer eine lebende Baustelle. Bis zu zehn Nachwuchs-Fachkräfte waren gleichzeitig am Werk, um das ambitionierte Ziel zu erreichen: Innerhalb von zwei Tagen wollten sie ein komplettes Haus inklusive Dach, Fenster und Türen aufziehen. Viele Besucher ließen sich dieses Spektakel nicht entgehen. Sie sahen „live“, wie aus Ziegeln, Holz und Blech ein Haus mit allem Drum und Dran entsteht.

Am Eröffnungstag wurde der Dachstuhl aufgezogen und fleißig an Rundbögen gemauert. Am zweiten Tag ging es bereits an den Feinschliff: Das Dach wurde gedeckt, Fenster und Türen eingebaut, Spenglerarbeiten durchgeführt und schließlich am Abend – wie es Tradition ist – bei der „Dachgleiche“ ein geschmückter Baum am Dachgiebel angebracht.  Am Sonntag, dem letzten Tag der Häuslbauermesse, folgte noch ein weiteres Highlight auf der „lebenden Baustelle“: Sechs angehende Bau- und Zimmermeister zeigten beim Wettzimmern und Wettmauern ihr Können.Mit dieser Leistungsschau wollten die Kärntner Meisterbetriebe  die hervorragende Arbeit ihrer jungen Fachkräfte in den Mittelpunkt stellen – und damit nicht nur Kunden, sondern auch junge Menschen, die ihre Berufswahl noch vor sich haben, für das Handwerk begeistern.

 

Fotos: © by Gert Steinthaler

Die Holzbaumeister sind in Zusammenarbeit mit pro:Holz Kärnten auf der Häuslbauermesse vertreten. (Gemeinschaftsstand)

10. bis 12. Februar 2017,  Halle 5 Stand A12

Im Foyer der Messe (Haupt-Eingang  St. Ruprechter Straße ) wird eine Werkstätte eingerichtet. Die Baulehrlinge errichten einen Unterbau auf den dann die Zimmerer eine Dachkonstruktion aufsetzen. Die Zuseher können die Handwerklichen Ausführungen vor Ort miterleben.

https://www.kaerntnermessen.at/en/fairs/der-hauslbauer/aktionen2017.html

Interessante Geschichten:

http://www.proholz-kaernten.at/newsmenu/news-detail/?tx_ttnews[tt_news]=229

http://www.proholz-kaernten.at/meldungen/detailseite/article/bauen-mit-holz-was-haben-wir-gelernt-2

http://www.proholz-kaernten.at/meldungen/detailseite/article/bauen-mit-holz-was-haben-wir-gelernt-1

http://www.proholz-kaernten.at/newsmenu/news-detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=190

Der Beruf des Zimmerers ist ehrbar.

Der heilige Josef ist Patron diese Berufsgruppe, war er doch auch Zimmerer. Entsprechend dieser Ehrbarkeit und der Verantwortung, welche ein Zimmerer bei der Ausführung seiner Arbeiten an den Tag legen muss, wurden die jungen Zimmerergesellen, die heuer ihre Lehrabschlussprüfung abgelegt haben, von Landesinnungsmeister Georg Hubmann, den Vorstandsmitgliedern der Innung Holzbau und dem Trainer der Talenteakademie Mag. Christian Dobroczky, in die Riege jener aufgenommen, die das erlernte Wissen als Geselle an die künftigen Lehrlinge weitergeben sollen.

Vom Gesellen zum Meister

In ihren Ansprachen zeigten sowohl LIM Hubmann wie auch Mag. Dobroczky den weiteren Weg bis hin zur Meisterprüfung, gespickt mit vielen Stationen, wie den Berufswettbewerben und den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten auf.

Im Spitzenfeld der Österreichischen Zimmerer

Im Mittelpunkt der Freisprechfeier stand Roland Viertler, der schon beim Bundeslehrlingswettbewerb im September, anlässlich der Holzmesse, vor einem großen Fachpublikum mit seinem zweiten Platz zeigte, daß die Kärntner Zimmerleute gut ausgebildet und durch die Lehrlingsbeauftragten Holzbaumeister Ing. Ulrike Kavalar-Kofler und Erich Dullnig betreut, zur Spitze der Österreichischen Holzbauer gehören. Organisiert wurde die Feier durch den Geschäftsführer der Landesinnung Holzbau, Harald Dörfler unter Mitarbeit von Claudia Tragl-Küffe und fand beim Zollner in Gödersdorf statt, wo man unter einer schönen Holzkonstruktion die Gesellenbriefe überreichte.

Hier können Sie alle Fotos von der Freisprechfeier downloaden: https://www.dropbox.com/sh/taprorxsl8yx73v/AACz5rcA71W2vupWKjaWYwPLa?dl=0

Fritz Klaura, 25. Nov. 2016

20161015 0201 Basel HBA NM KLFEuropameisterschaft der Zimmerer

Vom 11. bis zum 15. Oktober 2016 fand die „HOLZ Basel 2016“ statt. Das ist eine Messe für Tischlerei und Holzbau. Im Rahmen dieser Messe fand auch die Europameisterschaft der Zimmerer statt.

Vorweg: Österreichs Mannschaft belegte in der Nationenwertung den 3. Platz hinter Deutschland und Frankreich. Über Jahre hinweg dominierten die Schweizer diesen Wettbewerb. Doch die Deutschen bildeten ein tolles Betreuerteam welches eine mustergültige Aufbauarbeit leistete und aus dem großen Reservoir an hervorragenden Zimmerleuten schöpfen konnte. Die zwei ersten Plätze der Einzelwertung belegten auch zwei Deutsche, was wohl die heurige Überlegenheit diese Teams unterstreicht. Hier waren die Schweizer mit einem dritten Platz dann doch im Spitzenfeld zu finden. Die Franzosen haben sich ihrer Traditionen besonnen. Schließlich wurde die Kunst der zeichnerischen Ermittlung von im Raum liegenden Hölzern maßgeblich in den Dombauhütten der französischen Gotik entwickelt. Es gab noch einen „Einladungswettbewerb“ der nicht ganz zur Überraschung der Fachleute an die Südtiroler ging. Alle drei vorderen Plätze wurden von der Mannschaft südlich des Brenners eingeheimst.

Die Aufgaben zu diesen Wettbewerben sind äußerst anspruchsvoll. Die Teilnehmer sind allesamt besondere Persönlichkeiten, die sich im weiteren Verlauf ihres Berufslebens zu Führungskräften und Spezialisten entwickeln. Es sind die Fachleute von morgen die maßgeblich an der Entwicklung von Computerprogrammen für den Holzbau mitarbeiten, Betriebe mit höchsten Qualitätsansprüchen führen oder gar einen eigenen Holzbaubetrieb gründen. Ein Besuch und die Beobachtungen beim Wettkampf lassen erahnen welche Fähigkeiten und Emotionen in diesen Menschen stecken. Und diese Emotionen brechen bei der Siegerehrung ungewollt aus. Selbst die Juroren, welche bei diesem Wettbewerb als Experten bezeichnet werden, kennen das Ergebnis im Vorhinein nicht. Ein kompliziertes, aber logisch aufgebautes Bewertungsschema mit verschiedener Gewichtung so mancher Details an den Arbeiten führt letztlich zum Punktesieger.

Die Mitglieder des Holzbau Austria Nationalteams haben sich auch mustergültig und er Führung von Holzbaumeister Karl Pressl vorbereitet. Daß es letztlich nicht zu einem Stockerlplatz in der Einzelwertung reichte heißt nicht, daß die Österreichischen Teilnehmer schlechter als die anderen sind, sondern ist nur Beweis dafür, daß die Leistungsdichte enorm hoch und eng ist, und daß natürlich auch die Tagesverfassung einen Ausschlag gibt. Die Nationalmannschaft hat ihren Trainer Karl Pressl aber dennoch mit einer Bronzemedaille aus seiner Funktion verabschiedet, der nun diese Aufgabe in jüngere Hände gibt.

Aus gut informierten Kreisen war zu hören, daß die Zimmerer Europameisterschaft 2020 wieder in Österreich stattfinden soll und daß sich Klagenfurt mit der Holzmesse als Ausrichtungsort gut eignen würde.

20161015 0418 Basel Spalentor KLFExkursion der Kärntner Holzbaumeister

Die „Holz Basel“ mit der Zimmerer Europameisterschaft war wohl eine Der Aufhänger für diese Exkursion. Der Weg nach Basel hat aber auch noch einige interessante Stationen, gespickt mit vielen hervorragenden, sehenswerten Holzbauten. Ob dieser Fülle war es besonders schwierig ein gutes Programm zu erstellen, welches auch mit den Auflagen und Ruhezeiten für einen Buschauffeur in Einklang zu bringen ist.

Die Reise nahm in Klagenfurt ihren Ausgang, führte im „Sammelverkehr“ der Exkursionsteilnehmer über Villach, Spittal, Greifenburg, Lienz und dem Felbertauern zum ersten Ziel nach Imst, wo das Agrarzentrum West besucht wurde. Unter der tollen und fachkundigen Führung des Geschäftsführers Ing. Martin Kapeller erfuhr man auch einiges zur Problematik der Tiertransporte und des Viehhandels. Erstaunt waren die Teilenehmer wie professionell diese Bereiche in Imst gehandhabt werden.

In Ludesch besuchten wir das Gemeindezentrum, welches als „Pilotprojekt“ für ökologisches Bauen zur Grundlage des Österreichischen Bauproduktenbuches diente. Von Bertram Bertsch, einem der führenden Baubiologen Österreichs bekamen wir eine aufschlussreiche Einführung in die Baubiologie.

Weiter ging es dann nach Weil am Rhein, dem deutschen Grenzort am rechten Rheinufer, wo man auf engstem Raum über Brücken drei Länder erreicht. Die Schweiz, Frankreich und Deutschland. Das Dreiländereck vermittelt den Eindruck einer pulsierenden Großstadt, in der neben vielen Pharmakonzernen der Handel die Szene beherrscht.

Der Besuch der Messe und der Zimmerer Europameisterschaft standen am zweiten Exkursionstag am Programm, wo tags zuvor der größte „Zimmererklatsch“ mit einem Weltrekord abgehalten wurde. Südlich der Alpen bekommen wir von diesem traditionellen Ritus der Zimmerleute weniger mit. Vor allem in Deutschland, der Schweiz, den Beneluxstaaten und kleinen Teilen Frankreichs werden die Traditionen und die Berufsehre der Zimmerleute mit der Walz (der Handwerkerwanderschaft), der markanten Berufsbekleidung und vieler begleitender Bräuche hochgehalten. Die Messe bot auch einen Einblick in die Professionalität und Exaktheit der sprichwörtlichen Schweizer Handwerkskunst.

Der Nachmittag wurden von den Exkursionsteilnehmern zur individuellen Besichtigung von Basel genutzt. Viele erfolgreiche Architekturbüros sind in Basel angesiedelt und beschäftigen sich natürlich auch mit innovativem Holzbau. So kann man in Basel eine spezielle Exkursion kreieren zu der man die Objekte zu Fuß erreicht. So geschah es auch. Ein mit einer Altholzfassade errichteter Zubau an ein Einfamilienhaus und eine mehrgeschossige Wohnanlage mit in Holzrahmenelementen ausgestatteter Gebäudehülle waren Ziel unserer kleinen Besichtigungstour. Die Altstadt von Basel bietet aber auch noch andere Feinheiten, wie das Rathaus, die Bierhalle „zum Braunen Mutz“ oder eines der berühmten Wahrzeichen von Basel, das Spalentor. Holzbaumeister Erich Dullnig war in jungen Jahren ebenfalls auf Wanderschaft und legte in Basel eine erfolgreiche Periode ein. Er führte mit vielen Erinnerungen gespickt durch die Stadt, bis schließlich die Sonne unterging und der wunderschöne, warme Herbsttag sein Ende nahm.

Auf der Rückfahrt besuchten wir noch das von Architekt Shigeru Ban geplante Tamedia Gebäude in Zürich, an dessen Realisierung mit einem reinen Holztragwerk Hermann Blumer maßgeblich beteiligt war. Leider kann man am Sonntag nur das Foyer betreten. Dennoch gaben die Einblicke eine Vorstellung dieses besonderen Bauwerks.

Nur eine kurze Rast unterbrach dann die Heimfahrt, welche uns chauffiert von Hans-Otto Fröse, der einmal Reifentester bei Conti war, in Rekordzeit nach Klagenfurt zurück führte.

Fazit: die nächste Exkursion soll schon geplant werden.

Hier können Sie alle Fotos der Exkursion downloaden: https://www.dropbox.com/sh/7oehdj5wdys5fh2/AAAp9EJggxP0Nznv7Pax6q_-a?dl=0

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