Die Menschen zieht es weiter Richtung Stadt. Die „Speckgürtel" werden immer üppiger, Grund und Boden in den Städten immer knapper. Zu viel Boden wurde und wird bereits verbraucht und versiegelt. Darum braucht es in den Zentren dringend eine Nachverdichtung. Und genau hier kommt der Holzbau als Lösung ins Spiel.

Holz ist perfekt für den Aus- und Aufbau: Leicht, hoch tragfähig und ressoucenschonend.

Es ist ein offensichtlicher Gegensatz: Zum einen leer stehende Gebäude in den Zentren unserer Dörfer und Städte – und demgegenüber die überwuchernden Randzonen und „Speckgürtel“. Groß ist daher das Wehklagen, dass die Ortszentren ausgedörrt werden. Aber wie kann man dem entgegenwirken? Ganz „einfach“, indem man Familien auch in den Zentren günstigen Wohnraum zur Verfügung stellt. Eine funktionierende Infrastruktur ist dort schon vorhanden und muss nicht erst teuer errichtet werden. Leer stehende Gebäude können zu modernen Wohnungen umfunktioniert werden. Und wenn gewünscht, können die ebenerdigen Räume mit Geschäften, Bars und Lokalen attraktiver gemacht werden. Dann stehen immer noch zahlreiche leere Dachböden zum Ausbau zur Verfügung. Und falls auch die Dachräume nicht ausreichen sollten, können die Gebäude auch aufgestockt werden.

Genau hier kommt der Baustoff Holz ins Spiel: Denn viele Häuser sind schon älter und nicht für weitere Bauteillasten konstruiert. Holz ist ein leichter und dennoch hoch tragfähiger Baustoff.

Mit außerordentlich guter Wärmedämmung ausgestattete Rahmenelemente in Holz haben nur ein Zehntel des Gewichtes der Massivbauweise und können so konstruiert werden, dass die Lasten der zusätzlichen Geschoße an jenen Stellen abgeleitet werden, wo der Bestand es zulässt und entsprechend tragfähig ist.

Autos können am Dach parken. Warum sollten dort nicht auch Menschen wohnen können?

Planer von Einkaufszentren haben erkannt, dass es günstiger ist die Autos am Dach zu parken als teure Parkflächen unter den Gebäuden zu errichten. Neue Lebensräume für Menschen sollten da ja wohl einen mindestens ebenso großen Stellenwert in der Planung einnehmen können wie für unsere fahrbaren Untersätze. Viele Hallen, Einkaufszentren oder Bürogebäude, sind so gebaut, dass leichte Holztragwerke ohne weiteres aufgesetzt werden können. Holzbauarchitekten, Ingenieure und Holzbaumeister entwickeln dafür individuelle Lösungen, die den Bestand und die dort vorzufindende Infrastruktur nutzen, und auf diesem Wege sehr günstige Wohn-, Büro- und auch Produktionsflächen zu besten Bedingungen schaffen können.

Holz tut uns Menschen gut! Aus langer Tradition.

Es ist wissenschaftlich belegt, dass man in Räumen aus massiven Holzteilen gesünder lebt. Holz absorbiert schädliche Strahlungen im Mikrowellenbereich, regelt das Raumklima und beeinflusst unser Wohlbefinden und unsere Erholungsfähigkeit.

In Holzräumen wird die Frischluft nicht so schnell verbraucht wie in anderen mit Kunststoffen oder anorganischen Materialien hergestellten Oberflächen und Bauteilen. Menschen können sich in einer positiven Umgebung daher auch länger konzentrieren und ermüden nicht so rasch. Und das hat auch einen guten Grund: Holz ist der älteste gebräuchliche Baustoff. Wir Menschen haben die längste Erfahrung mit Holz und leben deshalb mit unserem liebsten Naturbaustoff auch in einer engen und guten „Beziehung“.

Baustoff Holz überzeugt mit unschlagbarer Öko-Bilanz!

 

Außerdem hat das Bauen mit Holz eine unschlagbare Ökobilanz. Georg Hubmann, Innungsmeister der Holzbau-Meister Kärnten, erklärt warum: „Holz bindet den Kohlenstoff während seiner ganzen Nutzungsdauer! Jeder verbaute Kubikmeter Holz speichert den Kohlenstoff von einer Tonne Kohlendioxid! Deswegen ist Bauen mit Holz aktiver Klimaschutz!“

Und da das Rohmaterial für die Herstellung von Holzhäusern zum überwiegenden Teil aus heimischen Wäldern stammt, fallen nur kurze Transportwege an. „Der Einsatz von Holz stärkt darüber hinaus die regionale Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze“, ergänzt Innungsmeister Stellvertreter Ing. Fritz Klaura.

Hoch dämmende Bauteile aus Holz sparen Energie, nützen die heimische Ressource Wald und sorgen für das Einkommen der Menschen in den ländlichen Räumen. Sie mindern so die Landflucht.  In Summe wird der Verbrauch von fossiler Energie vermieden, was uns der Energieunabhängigkeit wieder ein Stück näher bringt. Zusätzlich speichern wir CO2, verbessern unsere Umwelt und werden so ein beliebtes Reise-Ziel für viele Erholungssuchende, die wiederum die Einkommen zahlreicher Menschen im Kärntner Tourismus sichern.

Man sieht also: Holz ist ein großartiger Baustoff der Natur – mit vielfältigen positiven Auswirkungen, die zahlreichen Menschen in unserer Kärntner Heimat die Lebensgrundlage sichern.

Fotos:

20131009_BFS Murau_KLF (12) : Das dreigeschossige Gebäude der Berufsschule in Murau wurde durch zwei weitere Geschosse erweitert.

20150305_BFS_Murau_KLF (107) : Der leichte und leistungsfähige Baustoff Holz machte die Nachverdichtung mit zwei Geschossen möglich.

20120718_Forstschule Bruck_KLF 039 : Forstschule in Bruck a.d.Mur. links der Neubau, rechts das Schülerheim aus den 1980er Jahren durch ein weiteres Geschoss vergrößert.

20140702_Salzburgerhof_Leogang_KLF (46)_1: Ein Fitnessraum erweitert diesen Hotelbau. Die Lücke zwischen den Gebäuden wurde genutzt.

 

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