Der Winter steht vor der Tür, die Tage werden kälter und die Heizkörper werden aufgedreht. Aber welchen Einfluss hat das Heizen auf unser Wohnklima und auf unser Wohlbefinden – daheim, im Büro, im Kindergarten oder in der Schule?

Im Winter ist die Luft trockener als im Sommer, denn kalte Luft nimmt weniger Feuchtigkeit auf als warme. Und diese trockene, kalte Luft holen wir uns durch Lüften in unser Heim, wo wir heizen und die trockene Luft nochmals runter trocknen. Das Ergebnis: Ein schlechtes Wohnklima, das unsere Gesundheit negativ beeinflusst. Trockene Schleimhäute, Augenbrennen, Kratzen im Hals, juckende Haut; die Folge sind Schnupfen und Grippe. Alles Symptome, die uns Jahr für Jahr vor Augen führen, dass wir unser direktes Lebensumfeld nicht optimal gestalten.

Holz: Wohlbefinden und aktiver Klimaschutz

Kalte Oberflächen entziehen uns Wärme. Wir meiden diese Zonen und ziehen uns in wärmere Ecken zurück, die meist tiefer im Gebäude liegen. Die Wärme strömt immer zum kalten Bereich, so wird uns die Körperwärme von kalten Bauteilen entzogen und führt zu Unbehagen. Obwohl wir heute schon gute Isolierverglasungen verwenden, ist das Fenster noch immer der Schwachpunkt in der wärmedämmenden Gebäudehülle.

Hochgedämmte Bauteile sind selbst an den kältesten Tagen an ihrer raumseitigen Oberfläche nur unmerklich kühler als die Raumluft. Daher wird uns auch nur wenig Körperwärme entzogen und unser Wohlbefinden steigt.

Naturmaterialien sind beim Dämmen klare Spitzenreiter. Denn die Natur ist da der Technik weit voraus. Naturdämmstoffe sind z.B. Zellulose, Holzweichfaser, Schafwolle und Hanf. Wobei Holz hier ganz klar in Führung liegt. Sowohl als Dämmstoff, als tragender Konstruktionsteil wie auch als dekorative Oberfläche von Wänden, Decken oder als Fußboden. Hier kommt noch hinzu, dass Holz gebundenes CO2 ist und wir mit dem Gebrauch von Holz den Naturkreislauf erweitern und somit aktiven Klimaschutz betreiben.

Das Nutzerverhalten ist wichtig.

Um das Wohlgefühl zu steigern, kommt es neben der Wahl des Baumaterials auch auf unser Verhalten an. Nicht nur im Winter ist das Lüften ganz entscheidend. Schlechte Luft enthält viel von uns ausgestoßenes CO2, führt zu Sauerstoffunterversorgung und somit zu Müdigkeit, Trägheit oder Konzentrationsschwächen. Und bei trockener Luft kommt es auf die richtige Luftbefeuchtung an! Es muss nicht immer gleich ein Elektrogerät zur Luftbenetzung sein, das den Energieverbrauch steigert. Einfachere Methoden, wie Blumen am Tisch, Wäsche aufhängen, Wasserkessel am Sparherd dampfen lassen, den Dampf vom Badezimmer im Gebäude zirkulieren lassen, usw. führen auch zu guter Luftbefeuchtung. Das geeignete Wohlfühlklima wird mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50-60% bei ungefähr 20°C erreicht.

Materialien nehmen unterschiedlich viel Wasser auf.

 

Um die Feuchtigkeit etwas zu speichern, bedarf es natürlicher Materialien organischen Ursprungs, wie Wolle, oder Holz. Mineralischer Lehmputz wirkt auch ganz gut. Diese Materialien können viel Wasser aufnehmen ohne ihre Eigenschaften zu verlieren. Die Natur ist auch hier einfach genial und nicht kopierbar. Synthetische Stoffe können nur wenig Feuchtigkeit binden und nehmen zusätzlich unangenehme Gerüche auf. Lebt man in einem Passivhaus mit ständiger Frischluftzufuhr muss man zwar die Luftbefeuchtung etwas im Auge behalten, doch das Lüften ist hier nicht im Vordergrund.

In einem herkömmlichen Gebäude ergeben sich unterschiedliche Lüftungsintervalle. So wird in einer Schulklasse mit höherem CO2 Ausstoß öfter gelüftet als in einem Wohnzimmer. Küche und Bad sind große Feuchteproduzenten, die man gut zur Luftbefeuchtung nutzen kann. In einem herkömmlichen Gebäude wird je nach Bedarf mittels Fensteröffnung gelüftet. Optimal sind hier kurze Querbelüftungen, die zu einem raschen Luftaustausch führen. Die so hereingeholte trockene Kaltluft muss wieder befeuchtet werden, um das Klima ins Gleichgewicht zu bringen. Die Naturmaterialien in den uns umgebenden Oberflächen von Boden, Wand und Decke, aber auch in Vorhängen und Tapezierungen wirken hier ausgleichend, indem sie gespeicherte Feuchtigkeit der trockenen Luft wieder zuführen.

Holz beeinflusst unsere Gesundheit.

Schon Paracelsus hat gesagt, dass die Dosis das Gift macht. In natürlichen Materialien findet man eine Vielzahl von Spurenelementen, die zusammen eine heilende Wirkung ergeben. Einzeln und in höherer Dosierung hingegen kann man auch Gifte daraus herstellen. So sind im Holz wie auch in unserem menschlichen Körper Formaldehyd und andere Spurenelemente enthalten. Als Klassiker seien hier das Jausen Brettl, oder das Zirben Zimmer erwähnt.

Untersuchungen haben ergeben, dass auf Holzoberflächen Bakterien schnell absterben, auf Kunststoffoberflächen hingegen eine Ausbreitung erfahren. Unsere Vorfahren haben schon erkannt, dass ein Zirben Zimmer zu gesundem Schlaf führt und dass man mit Zirbenholz Motten entgegenwirkt. Je nach Holzart ergeben sich verschiedene Wirkungsbereiche, die unseren Organismus beeinflussen. In einer Holzumgebung finden wir das optimale Milieu vor. Schon im Wald beginnt es – wie ein aktueller Gesundheitstrend zeigt: „Waldbaden“, sprich die Atmosphäre genießen und von den Heilkräften der Wälder profitieren.

Naturstoffe schonen die Umwelt und leisten mehr.

Bau- und Dämmstoffe aus der Natur können mehr als andere. Holz ist auch ein Garant dafür, dass wir das Erdklima schonen. Denn Holz selbst ist CO2 neutral. Verbrennt man Holz oder vermodert es im Wald, wird gleich viel CO2 freigesetzt wie der Baum zu Lebzeiten gebunden hat. Verwenden wir Holz als Baustoff entnehmen wir es diesem Kreislauf und konservieren es bis es wieder dem Kreislauf der Natur zugeführt wird. Bis es aber so weit ist vergehen zumindest ein paar Jahrhunderte, wie viele großartige Beispiele sehr alter Holzbauten zeigen.

Fazit: Natürlich wohlfühlen – natürlich mit Holz.

Holz ist der geniale Naturbaustoff, der nicht nur umweltschonend, klimafreundlich und CO2 neutral ist. Holz ist auch der Baustoff, der uns ein gesundes Wohnklima garantiert.

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