Vorgefertigte Häuser versus Fertighäuser.

Denkt man an Holzhäuser, so setzen das viele mit dem Blockhaus in Verbindung. Andere meinen das Fertighaus und wieder andere haben das klassische Fachwerkhaus im Sinn. Es gibt viele Methoden ein Holzhaus zu errichten.

Am Beginn steht immer die gründliche Planung.

Baut man ein Haus, so stellt dieses in den meisten Fällen die Lebensinvestition dar. Es sollte auch für Generationen nutzbar sein. Es soll auch so gebaut sein, daß es auch in Zeiten von Energieknappheit problemlos bewohnt werden kann. Auch wartungsarm soll es sein und allen Komfortansprüchen unserer Zeit gerecht sein. Schließlich soll es an unsere speziellen Bedürfnisse angepasst sein und landschaftsgerecht in seiner Umgebung den Ausdruck unserer Individualität wieder geben. Um dieses Konglomerat von Anforderungen zu erfüllen bedarf es einer eingehenden Planung. Denn bevor wir zu bauen beginnen können wir noch alles beeinflussen und überprüfen ob wir uns in finanzieller Richtung in leistbaren Bahnen bewegen.

Entscheidend ist die Größe des Hauses. Mit kompakten Grundrissen und einer optimalen Ausnutzung der Flächen bzw. des umbauten Raumes ist der Finanzrahmen am schnellsten zu beeinflussen. Auch die Geländesituation ist von Wichtigkeit. Benötigen wir einen Keller oder kommen wir mit einer Fundamentplatte zurecht; benötigen wir statt dem Keller ein kleines Nebengebäude? Wer wird in diesem Haus wohnen; und wie lange? Eine Vielzahl von Fragen tauchen auf, welche gründlich überlegt werden müssen. Und dabei sollte ein Jahr auf oder ab keine Rolle spielen.

 

Das Blockhaus.

Die älteste Form des Holzhauses in unseren alpinen Breiten. Baumstämme einfach übereinandergelegt und in den Ecken verbunden. Später hatte man die Baustämme zu Kanthölzern behauen (gehackt), und erst seit cirka hundert Jahren kamen gesägte Kanthölzer zum Einsatz. Da Holz ein Naturbaustoff ist und sich jahreszeitlich Quellungen und Schwindungen ergeben, achten die Holzbau-Meister besonders auf diese Eigenschaften, die sich bei einem Blockhaus besonders bemerkbar machen.

Die Weiterentwicklung des Blockhauses, das Massivholzhaus.

Um die natürlichen Setzungen beim Blockhaus zu minimieren, verwenden die Holzbau-Meister heute vielfach Brettschichthölzer (Duo- oder Triobalken). Die Errichtungsmethode ist dennoch gleich geblieben. Findige Holzspezialisten haben vor cirka zwanzig Jahren begonnen Brettlagen kreuzweise zu großflächigen Massivholzplatten in Stärken bis zu 50cm zu verkleben. Der Effekt dabei; die Elemente bleiben dadurch in Breite und Länge formstabil. Die Plattenformate sind beachtlich. 3,00m breit und bis zu 16,00m lange werden aus diesen Elementen Wände, Decken und Dächer gefertigt. Im Gegensatz zum Blockhaus gibt es keine horizontalen Fugen und Setzungen mehr. Je nach Elementstärke können Block- oder Massivholzhäuser auch ohne Dämmstoff exzellente Energiekennzahlen erreichen.

Das Fachwerkhaus.

Die Zimmerleute entwickelten schon vor Jahrhunderten Methoden um mehrgeschossige Gebäude zu errichten. Die Materialeigenschaften von Holz ermöglichen das. Leicht und dennoch extrem tragfähig. Als stabförmiges Gebilde wurden Häuser in der sogenannten Fachwerkbauweise errichtet. Heute sieht man diese bis zu 800 Jahre (!) alten Gebäude noch immer in Gebrauch.

Das Haus aus vorgefertigten Rahmenelementen.

Aus den Fachwerken wurde schließlich der Riegelbau und in weiterer Folge der Rahmenbau entwickelt, der heute die größte Verbreitung hat. Aus den Einreichplänen werden die Daten herangezogen um mit Hilfe von speziellen Computerprogrammen exakte Abbildungen der einzelnen Elemente herzustellen, die dann zu großformatigen Wand-, Decken- und Dachelementen zusammengefügt werden. Wegen des „geringen“ Gewichtes der Elemente ist hier auf die gerade noch transportierbare Elementgröße zu achten. Die computerunterstützte Werkplanung erzeugt das virtuelle Abbild des fertigen Hauses. Diese hohe Präzision ist notwendig, weil ja Element an Element gereiht wird. Und wenn da selbst nur wenige Millimeter fehlen, passt auf der Baustelle nichts mehr zusammen. In den Holzbau Meisterbetrieben werden diese modernen Vorfertigungsmethoden unter idealen, trockenen Bedingungen der Werkshallen schon länger angewandt. Die Vorteile der perfekten Vorfertigungen liegen auf der Hand. Man legt den Schwerpunkt in die Planung und beginnt mit der Fertigung erst dann wenn alle Fragen geklärt sind. Elektro-, Wasser-, Abwasser- und Lüftungsleitungen werden schon im Plan erfasst. Einige Holzbaubetriebe bieten die Fertigungstiefe mit der Rohinstallation an. Auf der Baustelle geht dann alles sehr rasch. In ein paar Tagen steht das Gebäude. Und wenn man alles optimiert können Einfamilienhäuser schon in dreimonatiger Bauzeit bezogen werden.

Fertig ist das Haus.

Ob man unter Fertighaus nun ein vorgefertigtes Haus oder ein schlüsselfertiges, einzugsfähiges Haus versteht ist jedem Leser selbst vorbehalten. Der Vorteil der präzisen Planung zeichnet sich auch im Kostenrahmen ab, der genauso exakt mit geplant werden kann. Und wenn seitens der Auftraggeber keine Änderungen mehr vorgenommen werden, kann ein Fixpreis vereinbart werden. Vom Einreichplan, dem Umgang mit der Baubehörde, der Ausführungsplanung, der Vorfertigung und Montage führt der Leistungsbogen der Holzbau-Meister bis zum einzugsfertigen Gebäude mit nur einem Ansprechpartner. Die Holzbau-Meister haben diesbezüglich eine lange Tradition und stehen mit ihrer Ehre dafür gerade.

 

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